Gewalthaltige Spiele verderben Menschen... nicht!

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No Mercy
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Gewalthaltige Spiele verderben Menschen... nicht!

Beitragvon No Mercy » 15.02.2016, 10:24

Die Community hat es im Gegensatz zu den Politikern immer gewusst. Gewalthaltige Spiele verderben den Menschen in seiner Entwicklung nicht. Dazu sind nun Langzeitstudien zum Thema "Gewalt in Spielen" und dessen Auswirkungen ausgewertet worden. Für die Studie wurden tausende Personen verglichen.

BQ1.jpg


Auszug aus der News (leicht gekürzt):
Ein Forscher-Team aus den USA prüfte nun hingegen einmal, ob es unter den Nutzern gewalthaltiger Spiele längerfristig Abweichungen zur Entwicklung ihrer Altersgenossen gibt. Und das scheint schlicht nicht der Fall zu sein.

Solche Untersuchungen werden im Grunde erst jetzt möglich. Immerhin benötigt man für die Datenbasis einen Zugang zu Personen, die in ihrer Kindheit bereits intensiver mit Computerspielen Kontakt haben konnten und bei denen sich inzwischen ein festerer weiterer Lebensweg herauskristallisiert hat. Eine solche Möglichkeit fanden die Forscher in einer langfristigen Studienreihe, die mit über 14.000 Frauen begann, die in den Jahren 1991 und 1992 schwanger waren.

Im Ergebnis fanden sich zwar leichte Auffälligkeiten, doch blieben diese komplett innerhalb der statistischen Fehlertoleranz. Es ergaben sich also keinerlei Hinweise, dass die Nutzung der immer wieder kritisierten Gewaltspiele irgendwelche negativen Auswirkungen auf den weiteren Lebensweg von Heranwachsenden hat.

Quelle: Winfuture
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Prinz Eisenherz
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Re: Gewalthaltige Spiele verderben Menschen... nicht!

Beitragvon Prinz Eisenherz » 04.03.2016, 16:01

Ich spiele seit Ende der 80-er Jahre nahezu ausschließlich "gewalthaltige" Spiele.
Begonnen habe ich mit damaligen Jump+Run-Spielen wie Prince of Persia sowie den Ego-Shootern Duke Nukem (1991) und insbesondere Doom (1993), das in Deutschland lange Jahre wegen seiner Gewaltdarstellung in Form von Pixel-Brei indiziert war und öffentlich nur D**M geschrieben werden durfte (*so kaputtlach*).

Bis heute habe ich weder einen meiner mittlerweile erwachsenen Söhne noch meine Frau verhauen (oder schlimmeres) und bin auch nie Amok gelaufen.

Ganz im Gegenteil: meinen Erstberuf als Polizist habe ich Mitte der 80-er gegen den des Sozialarbeiters getauscht. :-)

Im Moment spiele ich das gewalthaltige Fallout 4 (=genial) und warte ungeduldig auf das gewalthaltige Doom 4!

Gruß
P.E.

P.S.: die Smilies sind leider immer noch ausgeschaltet ;-)
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Rhino Cracker
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Re: Gewalthaltige Spiele verderben Menschen... nicht!

Beitragvon Rhino Cracker » 30.05.2016, 15:35

Ich war als Kind relativ aggressiv (lange bevor ich auch nur ein Computerspiel aus der Nähe gesehen habe) (habe im Kindergarten schon keinen Anschluss gefunden, dort gelernt sofort drauf zu schlagen, und dadurch natürlich später noch viel weniger Anschluss gefunden) und habe mich über die Pubertät zu einem recht friedfertigen menschen entwickelt.

Wenn man mal von Lemminge (auf Papa's Laptop) und Darkwing Duck (GB) absieht, war mein erstes "gewalthalgies" Spiel Turok: Dinosaur Hunter (deusrtche blutfreie Roboter-Edition) und Star Wars: Shadow of the Empire (N64) - mit 9 Jahren.
Mit 12/13 kam dann das erst unzensierte Spiel - Turok 3: Shadow of Oblivion (N64) - und mit 14 zuerst kurz Medal of Honor: Allied Assault (PC) und dann Return to Castle Wolfenstein (mMn immernoch das beste SP-Game aller Zeiten! dicht gefolgt von Half Life 2).

Mein ersten MP-Online-Game hat mir sogar geholfen, Kontakte zu knüpfen: Als ich ~16 war, hat ein Großteil des männlichen Drittels unserer Klasse America's Army: Operations zusammen gespielt - mit TeamSpeak etc., die ganzen Sommerferien durch; dabei habe ich erstmals Anschluss an diese Gruppe durch gemeinsame Aktivitäten gefunden.
abei hätte ich niemals daran gedacht, einen Gegner im realen Leben zu verletzen - es war und ist für mich ein sportlicher Wettkampf, in dem es um Auge-Hand-Koordination, taktisches Denken, Einschätzung des Verhaltens des Gegners, etc. geht. Es macht Spaß, sich dort mit anderen zu messen und nach dem Gemetzel darüber zu reden; in einem realen Gemetzel geht das nicht mehr.

Seit 2005 zocke ich mittlerweile (mehr oder weniger regelmäßig, immer wieder mit mehrwöchigen pausen dazwischen) Wolfenstein: Enemy Territory. meine letzte "Schlägerei" hatte ich in der 6. Klasse, seitdem bin ich friedfertig.

Ich würde sagen, (gewalthaltige) Online-Games, haben mir viel gegeben - sei es nun eine Sozalisierung, bessere Auge-Hand-Koordination, Planuings und Einschätzungsfähigkeit oder in Stress-Situatinen ruhig zu bleiben.

Zum Thema ob es gewalttätig machen kann: Mich auf keinen Fall. Natürlich kann in jedes Spiel mal schlecht laufen, dabei frustrieren und einen wütend machen. Aber das hat für mich nichts mit der Gewaltdarstellung, sondern mit der Natur eines Spiels, in dem man verlieren kann, an sich zu tun! Und natürlich landet bei einem sehr hektischen oder nervenberaubenden Spiel schneller mal die Faust auf dem Tisch, wenn es haar scharf grandios schief läuft, aber was solls.^^

Möglicherweise gibt es gewaltbereite verzweifelte Menschen mit niedriger Hemmschwelle, die ihre Phantasieen in gewalthaltigen Spielen ausleben und sich dabei Anreize holen und hineinsteigern. Aber nur weil man bei einem Suizid-Amokläufer (den man nicht mehr fragen kann) einen PC vorfindet, wie er bei jedenm normal entwickelten Teenager herumsteht, mit ein paar Raubkopieen von Filmen (zum Teil gewalthaltig und natürlich indiziert) und indizierten/FSK18-Spielen, bedeutet das doch noch lange nicht, dass diese eine Auswirkung darauf hatte. Ich finde es erschreckend, wie absolut zutreffend dabei doch der spöttische Satz "80% der Amokläufer haben vor ihrem Amoklauf Brot konsumiert" ist.

Ich würde da auch ganz gerne auf eine Studie über die psychischen Auswirkungen der Beobachtung von Gewalt auf die Gewaltbereitschaft verweisen (die ich jetzt auf die schnelle nicht mehr finde...). Dort kam man zu der Erkenntnis, dass die Beobachtung sowohl Gewaltsbereitsschaftssteigernd als auch -hemmend wirken kann - auf den Kontext kommt es an. So wirkt sich eine Szene mit einer Schießerei, in der der Held danach angeschossen und unter Qualen leidend am Boden liegt (ich sehe hier Parallelen im Tomb Raider Remake/Prequel von 2013), eher hemmend, eine Szene, in der der Held mit einer Gatling alle "Bösewichte" ohne jegliche Folgen für ihn niedermetzelt, eher hemmschwellensenkend aus.

Ich begrüße da auch sehr die Entwicklung der BPjM in den vergangenen 16 Jahren, die verstärkt auf den Kontext der Gewalt und nicht die Blutmenge/räumliche Körperteilkonzentration/Deteilgeträue der Körperzerstörung zu achten scheint. Damit haben sie sich imA von einem versnoppten Verein, der oben erwähntes Star Wars Spiel wegen eines verächtlichen, maschinell klingenden Todes-Ahhh-Schreis, den ein Mensch/Roboter (nicht erkennbar) bei seinem beschleunigungsfreien Fall nach hinten nach erfolgreicher Laserkanonen-Termination ausstößt, für nicht jugendfrei erklärt, zu einer doch deutlich sinnvolleren Institution gemausert (auch wenn ich die Altersfreigabe noch an vielen Stellen für zu streng halte).
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Re: Gewalthaltige Spiele verderben Menschen... nicht!

Beitragvon Gisela93 » 27.12.2016, 00:33

No Mercy hat geschrieben: Gewalthaltige Spiele verderben den Menschen in seiner Entwicklung nicht.


Ich wusste das :D :D :D
Eigentlich, ist es richtig. Computerspiele machen Menschen aggressiv nicht.

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Re: Gewalthaltige Spiele verderben Menschen... nicht!

Beitragvon Holgi » 23.03.2017, 10:54

Wieso sollten diese Spiele auch den Menschen verderben...
Diese Diskussion hielt ich ohnehin immer für Schwachsinn...

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Re: Gewalthaltige Spiele verderben Menschen... nicht!

Beitragvon Carposept » 05.08.2017, 18:24

Durchaus einverstanden mit dem Thema dieses Beitrags


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