Wolfenstein 3 = Open World?

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Wolfenstein 3 = Open World?

Beitragvon No Mercy » 02.06.2018, 13:02

Bei der Veranstaltung Digital Dragons 2018 in Polen, kam der Senior Game Designer von Machine Games Andreas Öjerfors, neben den Stärken und Schwächen für "Wolfenstein 2: The New Collossus" auch kurz zu einem Ausblick auf Wolfenstein 3 zu sprechen.

The-New-Colossus.jpg


Als ein Beispiel für "The New Collossus" ist der Bereich Stealth (heimliche Aktionen) zu nehmen. Eigentlich sollte der Spieler 3 Bereiche nutzen können. Das waren Chaos, Taktik und Stealth. Was bei den ersten beiden gut funktionierte, war beim Thema Stealth weniger gut gelungen, da z. B. die Gegner zu schnell den Spieler bemerkten.

Dazu kommt auch das Thema "Sturmgewehr". Es ist die beste Waffe im Spiel. Stark in allen Bereichen und wenn man es voll aufgerüstet hat, braucht der Spieler gar keine andere Waffe mehr. Das ist für ein Spiel mit mehreren Waffen schlecht balanciert, weil gerade durch die anderen Waffen Abwechslung ins Spiel kommen soll.

Der Laserhund ist eigentlich nur ein leicht modifizierter Roboterhund. Er wurde erst spät ins Spiel implementiert und ist daher durch die Vorproduktionstests beim Balancing nicht gelaufen. Deswegen hat er in dem Bereich spürbare Probleme.

Als Vorteil nennt Öjefors aber auch z. B. den Verzicht auf Riesen-Gegner. Planungen wie ein London-Monitor aus dem Vorgänger wurden aufgrund der Erfahrungen bewusst fallen gelassen. Niemand mochte es. Weder die Spieler, noch Machine Games.

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Es kam die Frage auf, ob es nicht Zeit wäre BJ Blazkowicz so langsam "in Rente" zu schicken. in Bezug auf Wolfenstein 3, meinte der Senior Game Designer, wäre es für längere Gespräche noch zu früh. Evtl. könnte man in 2 Jahren zu der entsprechenden E3 mehr dazu sagen, wenn die eigenen Planungen in diese Richtung gehen sollten.

Allerdings machte er dann doch ein paar Anmerkungen zu einem Nachfolger. Falls Machine Games ein Wolfenstein 3 machen sollte, würde er gerne mehr Freiheit für Spieler bringen. Einmal wo der Spieler hingehen kann und was das Unternehmen an Neuerungen machen kann. Spielerische Freiheit ist lt. Öjerfors für den Spieler und auch den Entwickler interessant.

Ob es sich bei solchen Neuerungen auch um ein Open-World-Szenario handelt ist nicht klar herauszulesen, aber man möchte mit dem Format ein wenig spielen. Man wird das Rad nicht komplett neu erfinden, da Machine Games ein Ego-Shooter-Studio ist. Daher wäre auch ein bei ihnen entwickeltes Tetris 2, im Prinzip auch immer ein Ego-Shooter.

Game Designer Andreas Öjefors kam auch kurz auf den Publisher Bethesda zu sprechen. Er lobte das Unternehmen, weil diese auf Machine Games keinen Zwang für ein Wolfenstein 3 machen würden. Von dort käme auch kein Druck nun einfach alles auf Profit auszurichten. Bethesda ist mehr der Überzeugung, dass ein gutes Spiel sich auch gut verkauft.

Am Setting von einem künftigen Wolfenstein 3 würde sich auch nichts ändern. Die Gegner würden Nazis (das Regime) bleiben. Sollte es dazu negative Reaktionen von Nazis oder Rassisten geben, würde das ihn bzw. das Unternehmen wenig interessieren.

Man habe das Setting nicht gemacht um umstritten zu sein und das es heutzutage überhaupt umstritten ist, ist eine traurige Sache. Vernünftige Leute verstehen, was wir tun ", schloss er," und genau dafür machen wir das Spiel.


Quelle: Eurogamer
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